26.04.2017 - 21:29 von Schatzmann Fritz | Kategorie: Allgemein

Bericht Modul H

 

Sonntag, 23. April 2017, 09:00 Uhr.

Trotz oder gerade wegen des Ausbilder-Schüler-Verhältnisses war es ein ganz besonderes Kurserlebnis. Das Verhältnis: 2:H

 

Ja, Du hast richtig gelesen: 2 Tauchlehrer zu Holger => Privatunterricht sozusagen.
Wer kann das schon von sich behaupten und solch geballte Ladung an Wissen speziell auf sich abfärben lassen, inkl. Individualfragen und natürlich Individualantworten :-)

 

Treffpunkt: 9:00 Uhr in Oberrieden (ZH) bei der Seepolizei

 

Urs Eggli als Chefexperte und Claudio Huder als I3 Anwärter hatten mich bei einem gemütlichen Kaffee schon erwartet. Nach einem entspannten Plausch über die diversen sinnigen und unsinnigen, zum Teil sogar irreführenden Druckfehler im weissen Bühlmann Heft (wird übrigens an D*** Schüler abgegeben) ging es dann aber knallhart zur Sache.

 

Zuerst kam natürlich die Theorie, vor allem mit:
- Wie sollte ein Tauchlehrer sein bzw. sein Wissen vermitteln?
- sinnvolle Auswahl des Pädagogikstiels
- Anforderungen/Kompetenzen eines TL**
- Tauchlehrer = Experte
- Bewertungsblätter und ihre Anwendungen

 

Anschliessend konnten wir bei einem tollen Mittagessen entspannt über Tauchplätze und neue Atemregler fachsimpeln.

 

Dann ging es bei bestem Sonnenschein via Boot ins Wasser hinein. Es stand ein 40m TG auf dem Programm, in dem Claudio einen D*** Schüler simulieren und ich ihn bewerten sollte, ob er schon zur Prüfung bereit wäre. Dabei sollte er zeigen, ob er in der Lage ist:
- seine Maske auf 40m korrekt zu entleeren
- UW Zeichen (ausser Atem, Schwindel, Automat bläst ab & keine Luft) korrekt zu interpretieren und angemessen zu reagieren
- Schwimmen nach Kompass auf definierter Tiefe

 

Es erwartete uns ein typischer Zürichsee, oben pfui und unten hui.
Sicht oben: satte 25cm
Sicht unten: knappe 6m

 

Selbst bei dem vollgepackten Programm konnten wir uns auf 38m noch an Egli, Groppe und Hecht erfreuen. Leider oder zum Glück nicht zu lange, da ich beim Auftauchen doch tatsächlich noch kurz in die Deko kam (bei Luft eigentlich auch kein Wunder).

 

Die Auswertung ergab diverse Verbesserungspotenziale, wie z.B.:
- senkrecht und nicht waagerecht Abtauchen
  (auch wenn es bequemer ist)
- vollumfänglicher Buddy Check
  „Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen“.

Dabei spielt es keine Rolle, wie viele Tauchgänge bzw. Taucherfahrung jemand hat. Übung macht halt den Meister :-)

 

In diesem Sinne möchte ich mich bei Urs und Claudio recht herzlich für Ihre hilfreichen Tips und Tricks und natürlich für die gemachten Erfahrungen bedanken und wünsche allen eine unfallfreie und erfolgreiche Ausbildung.

 

Holger